Kick-Off Meeting, 22. bis 24. September in der Universität des dritten Lebensalters Zielona Gora / Polen
Protokoll vom 22. September 2006
Tag der Ankunft und Beginn unseres Treffens mit den Partnern
Nach einer sehr herzlichen Begrüßung durch Frau Banaszak werden wir zum Hotel geleitet und beziehen unsere Zimmer. Danach erwartet uns ein gemeinsames Essen mit einer wunderbaren landestypischen Vorsuppe.
Im Tagungsraum beginnt die Vorstellung des Projekts durch Zofia Banaszak, Ineta Liepniece, Brigitte Wörteler und Marianne Klues-Ketels.
Zur Vorstellung der Teilnehmer bilden wir Kleingruppen aus verschiedenen Nationalitäten und führen mit Hilfe der Dolmetscher „Partnerinterviews“ hinsichtlich des beruflichen und/oder privaten Hintergrundes der einzelnen durch - die vorgestellten Partner erhalten ein deutliches Profil.
Danach stellt jeder den interviewten Partner dem Plenum vor. Es entsteht eine gelöste, freundschaftliche Stimmung, in der wir gemeinsam zum Abendessen gehen.
Protokoll vom 23. September 2006
Am Vormittag stellen sich die einzelnen Partnerinstitutionen vor: Wir lernen die „Universität des dritten Lebensalters“ kennen und hören einen Bericht über die Entstehung und Entwicklung der Einrichtung. Alle sind von dem Umfang und Vielseitigkeit des Programms beeindruckt. Leitgedanke der Universität: “Die Lebensqualität unseres Lebens wird nicht durch die Zeit bestimmt, sondern durch das, was wir tun.“
Anitra Poplavska präsentiert den „Preili Womens Club“, seine Geschichte und Aktivitäten und begleitet diese Vorstellung mit Dias von der Einrichtung. Ziel des Clubs ist es vorrangig den Blick der Mitglieder zu erweitern und durch ein umfangreiches, preiswertes Kursangebot „Hilfe zur Selbsthilfe“ zu bieten. In vielen entsteht der Wunsch, Lettland und den Club unbedingt zu besuchen.
Der Nachmittag beginnt mit einem sehr interessanten Rundgang durch die Stadt. Die Führung übernimmt die historisch versierte Jadwiga Korcz-Dziadosz. Nachdem wir viel über Zielona Gora und seine Bewohner erfahren haben, endet der Rundgang in den Räumlichkeiten der Universität des dritten Lebensalters. Uns wird der gesamte Komplex vorgestellt.
Danach stellt Marianne Ketels-Klues das Göttinger Projekt „ImPuls“ vor und verteilt einen Flyer. Brigitte Wörteler präsentiert „OWEN“.
Da unser folgender Themenbereich die Zukunft ist, führt Marianne Ketels-Klues mit uns eine praktische Übung zu unseren individuellen Zukunftsvisionen durch. Die Umsetzung der kommenden Lebenswege durch verschiedenfarbige Seile und die schriftliche Fixierung und Positionierung der unterschiedlichen Lebensziele und zur Verfügung stehenden Ressourcen auf Zetteln ermöglicht eine starke Vergegenständlichung der individuellen Zukunftspläne.
Zum Schluss spricht Zofia Banaszak über die besondere Bedeutung der Fertigung und das Verschenken von Schutzengeln durch die Universität und legt uns die Beschäftigung mit Schutzengeln ans Herz.
Protokoll vom 24. September 2006
Unser letzter Vormittag beginnt mit einer Bewertung des durch die Gruppe Erreichten (mit Hilfe einer sogenannten SWOT-Analyse).
Ergebnisse:
-
„Erfolg“
- Gewinnung von Freunden, das unterschiedliche Alter bildete keinerlei Schranke
- das Projekt mit Freunden realisieren zu können
- mehr Informationen über andere Kulturen zu erhalten
- Überwindung von Vorurteilen
- Erweiterung des Blicks auf die Welt
- emotionale Beziehung zwischen den Ländern
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„Schwächen“
- die verschiedenen Sprachen – „das werden wir ändern“
- zu wenig Geld als dass alle alle Partner besuchen können
- Unfähigkeit zwischen den Zeilen zu lesen
- Schwierigkeiten eine andere Mentalität zu Verstehen
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„Chancen“
- die Gruppe wird gut weiterarbeiten, da die Koordinatoren „gut drauf“ sind
- von den Erfahrungen der Partner lernen
- persönlichen Kontakt haben
- das tägliche Leben der anderen kennen lernen
- Ungeduld gemeinsame Erfahrungen zu machen
- Erweiterung des Bewusstseins
- Fremdheit überwinden
- die Welt ein bisschen friedlicher machen
- fremde Mentalitäten kennen lernen
- einen neuen Blick für das eigene Land bekommen
- sich selbst besser kennen lernen
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„Gefahren“
- Unsicherheit, ob die neuen Partner „passen“
- den Plänen nicht die Treue halten
- Balance zwischen Träumen, Finanzen, Zeit, Missverständnissen und Fehlinterpretationen
Besonderer Dank gilt den beiden unermüdlichen Übersetzern Kinga und Remigius sowie unserem Fotographen Stefan.
Berlin, im November 2006
Protokoll: Katharina Schönberger-Münch
