Ergebnisprotokoll

  1. Vorstellung der Teilnehmer

    Nach der Begrüßung erfolgen verschiedene, nicht-verbale Gruppenübungen, die die kritische Distanz untereinander verringern und ein erstes Gemeinschaftsgefühl schaffen.

    Stimmungsbericht in: Barbara Konarska, Scene Two

  2. Altern in Polen, Lettland und Deutschland

    Polen: Wissenschafliche Beschreibung mit demographischen und sozialen Daten: siehe CD
    Lettland: Bildpräsentation über die Aktivitäten der Senioren in Preili, harmonische, stimmungsvolle Bilder, die dem Zuschauer Mut für das Älterwerden machen, CD vorhanden?
    Deutschland: Soziale Aspekte des Alterns in Deutschland
    • A) Eine Dame – 90 Jahre alt – sagt: „Ich bin neunzig Jahre alt – innerlich fühle ich mich wie zwanzig Jahre jung“

      ---- Ältere Menschen trauen sich oft nicht, ihre Gefühle zu zeigen

      Ein junges Mädchen – 15 Jahre alt – fühlt, dass ihre Lehrer nicht alt sind, weil sie mit ihnen Fußball spielen und auf der gleichen Ebene mit ihnen reden.

      Wir sind oft zu ernsthaft und versuchen den Jüngeren zu sagen, was sie zu tun haben ----- und damit schaffen wir eine Distanz zwischen den Generationen.

    • B) Möglichkeiten, sich lange jung zu fühlen

      • offenes Bewusstsein gegenüber anderen Kulturen
      • Beweglichkeit des Geistes
      • physikalische Aktivitäten helfen dem Gehirn besser zu arbeiten
      • Hobbys wie „stricken“ sowie „lesen, „lieben“ und „laufen“ trainieren die Feinmotorik
      • die Medizin - sie zu benutzen oder sie nicht zu benutzen kann gut sein
      • wähle das Richtige! Verlasse das Falsche!
      • Versuche Interesse am Leben zu finden
      • Bildung bis zum Lebensende
      • Projekte haben
      • Kontakt zu weisen Personen
      • das Bewusstsein disziplinieren
      • akzeptieren, dass man manchmal allein sein will oder dass man weniger Kontakte hat
  3. Chancen, Herausforderungen und Hindernisse für Frauen im Alter 45+

    (Mehrfachnennungen der Begriffe wurden beibehalten, um die Dringlichkeit der Anliegen zu dokumentieren und die inhaltlichen Überschneidungen zu zeigen)

    1. Chancen

      • Religion/Spiritualität – Sinnsuche – Werte - Glaubenssätze in einer übersättigten Gesellschaft
      • Eigenverantwortung – geistige Beweglichkeit - bei Gesundheit – Kontakte - - biographische Wachstumskompetenz
      • Äußere Freiheit – viel Zeit - Reisen, Kultur, Beziehungen
      • Finanzen – oft gut in Deutschland, ABER: Ist die Rente in Zukunft noch sicher? - neue Arrangements - Reduzierung - Ballast abwerfen - „was brauchen wir wirklich?“
      • Die Tage sind kostbar - die Zeit ist begrenzt, daher mehr auswählen, was uns wesentlich ist - mit weniger Energie zum Ziel - Verlangsamung, z.B. mit Freude und Zeit im Garten arbeiten
      • Innere Freiheit - Ruhe, Standfestigkeit, Sicherheit, Integrität - „Ich darf sein, wie ich will“ - Fremdbestimmung: „Nein!“ - wir dürfen / können uns mehr erlauben
      • Was wollen wir nicht? - Vergangenheitsorientierung - Konvention/ Enge das „Negative“ in den Mittelpunkt stellen - nur auf sich konzentriert sein –Vereinsamung - Unbeweglichkeit
      • Vermarktung des Alterns - Reklame - Anti-Aging - Schönheitsoperationen - ewige Jugend durch Konsum - Leere füllen durch Konsum
      • Wohnen im Alter - allein - Gefahr der Isolation - Familie - neue Gemeinschaften - Seniorenwohnungen
    2. Herausforderungen

      Tod von Freunden , Tod des Ehepartners, Einsamkeit, Depression, auf Hilfe anderer angewiesen zu sein, körperliche Aktivität wird geringer, Kontrollverlust und Verlust der Autonomie, Abhängigkeit, keine Selbstbestimmung, Kraft verlieren, Angst vor neuen Dingen und Ereignissen, Unglücklichsein über das vergangene Leben, keine Erfüllung haben, Bewusstlosigkeit, schlechte Konzentration, Reduktion der geistigen Fähigkeiten, Schwierigkeiten beim Lernen, Unfähigkeit sich zu entwickeln, Gedächtnisverlust, Egoismus, der zu Kontaktverlust führt, Unentschiedenheit Verminderte Interessen, Kinder nicht verstehen, Toleranz gegenüber Jüngeren, Generationskonflikte, finanzielle Probleme, Angst vor Armut, Schwierigkeiten bei der Arbeitssuche, Verlust des Augenlichtes, Krankheit, Krankheit, Krankheit!, schlechte Kontakte zu den eigenen Kindern

    3. Schwächen

      Gesundheit, ausgebrannt sein, weniger belastbar sein, zu wissen, dass das Ende kommt, Verlust der Schönheit, der Tod im persönlichen Umfeld

  4. Kompetenzen, Unterstützung und Pläne der Teilnehmer

    1. Unser Projekt

      wir/ ich habe(n) / können und /oder wollen

      • helfen, Dinge zu organisieren, mit meinen Sprachkenntnissen,
      • mit meinen Sprachkenntnissen bei Kommunikation der Lernpartner helfen,
      • Information über Erwachsenenbildung in unser Region liefern,
      • Seminare und Kurs organisieren,
      • neues Wissen und Fertigkeiten unterrichten ,
      • Salutogenese in Europa, Salutogenese mit Lust,
      • die Erfahrung der Lernpartnerschaft mit anderen Frauen meines Landes teilen,
      • ich habe Kompetenzen in Finanzen,
      • uns mit Kultur und nationalen Traditionen beschäftigen,
      • die Leiterinnen des Projektes unterstützen,
      • E-Mails in Englisch schreiben,
      • Tanzen, Lachen, das Leben genießen,
      • ein Netzwerk bilden für die Fähigkeiten der Frauen, um Adressen, Erfahrungen und Wissen auszutauschen,
      • ich habe große kommunikative Fähigkeiten,
      • praktische Dinge tun,
      • sehen, wie Frauen in anderen Ländern leben,
      • ich habe schriftstellerische Fähigkeiten
    2. Gesundheit

      wir haben / können und/oder wollen:

      • mehr über Vegetariertum wissen,
      • mich bewusst ernähren, statt ohne Bewusstsein essen,
      • eigene Praxis in Yoga entwickeln,
      • über gesundes Essen nachdenken,
      • mehr über Gesundheitsprävention wissen,
      • für die Gesundheit Bauchtanz lernen,
      • Essgewohnheiten ändern, weniger essen,
      • Gymnastik in der Gruppe machen,
      • die Natur als Freund begreifen,
      • mit der Natur in Harmonie leben, diätische Nahrung,
      • Naturheilkunde,
      • tanzen lernen, schwimmen, Fahrrad fahren
    3. Soziale Aspekte

      • Freunde finden,
      • mit anderen Organisationen in Lettland und in der Welt Kontakt aufnehmen,
      • jüdische Kultur in Deutschland ausbreiten,
      • nicht die Arbeit anderer Leute zerstören,
      • mehr über die unterschiedlichen Aspekte in unserem Leben lernen,
      • Kontakte , Freundschaft und Kommunikation unterstützen,
      • für das Leben anderer interessieren,
      • ältere Frauen auf dem Arbeitsmarkt,
      • verschiedene Generationen.
    4. Bewusstsein

      • Keine stressigen Situationen in unseren Beziehungen konstruieren,
      • Spreu vom Weizen scheiden, was ist mir wirklich wichtig?
      • Deutsch als Fremdsprache unterrichten,
      • Talente, aber welche habe ich?
      • Unsere Interessen weiterentwickeln,
      • eine positive Einstellung zum Leben haben,
      • Englisch / Französisch / andere Sprachen lernen / sprechen,
      • „nein“ sagen können, wenn andere unsere Energie ausnützen wollen,
      • weiter üben (sic!)
      • auch später die Courage haben, sich den eigenen Ängsten zu stellen, auch der vor dem Tode
      • Computeranwendung verbessern,
      • fremde Sprachen sprechen,
      • singen, weil es glücklich macht,
      • „nein“ sagen können, mehr Selbstsicherheit.
    5. Schönheit

      • Tipps bekommen über Eleganz bei Frauen 45+, Kleidung, Haare Make-up, etc.

    WIE SOLLEN DIESE KOMPETENZEN UND PLÄNE IN DIE GRUPPE GEBRACHT WERDEN?

    Es werden 4 Interessengruppen gebildet:

    1. Netzwerk

      Leitung: Nana Maares (nanamaares@web.de)
      Teilnehmer: Ineta, Anitra
      Ziel: Mehr Austausch zwischen den Frauen als Individuen und den Leuten in den sozialen Netzwerken um sie herum
    2. Salutogenese, Lust, Lachen

      Leitung: Brigitte Hegenscheidt-Weidekamm
    3. Schreiben und Kultur

      Leitung: Barbara Konarska
      Teilnehmer: Marie-Luise, Katharina S.
      Ziel: Austausch über die Impressionen während des Treffens. Vorschlag: Selbstporträt aller TeilnehmerInnen bis zum Treffen in Preili
    4. Organisation und Finanzen

      Leitung: Elita Jermolajeva
      Ziel: Finanzielle Aspekte, interkulturelle, kommunikative und sprachliche Aspekte
  5. Analyse der Veranstaltung (SWOT-Analyse)

    1. Erfolg / Success

      • alle wieder zu sehen und an den emotionalen Reaktionen zu merken: die Chemie passt.
      • eine gute Basis für die Zukunft zu haben – siehe die Blütenblätter
      • gute Gruppenarbeit, viel Übereinstimmung, gute Gefühle,
      • verschieden Eindrücke von einer Sache bekommen zu haben,
      • so viele Frauen, so viele Länder, so viele Sprachen und Bewusstsein,
      • die Sprachbarrieren überwunden zu haben,
      • Nachbarn und ihre Länder zu kennen,
      • die Familie und Freunde waren in das Projekt einbezogen,
      • wir können Aspekte des Projektes in unsere Arbeit zu Hause mit einbeziehen,
      • Bereicherung für unsere lokale Arbeit,
      • die Vorstellung der Kulturen,
      • deutsche Kollegen zu Hause zu treffen.
      • Menschen durch Beobachtung und aktive geinsame Teilnahme an Etwas kennen zu lernen.
    2. Schwächen / Weakness

      • Sprache! Sprache! Sprache!
      • sehr wenig Zeit für persönliche Kontakte.
    3. Gelegenheiten / Opportunities

      • Kontakt mit besonderen Personen
      • Sprachen vernetzen zu lernen
      • uns wieder zu treffen und die Arbeit fort zu setzen,
      • Englisch bis dahin zu Hause zu üben,
      • offene Atmosphäre um Fremdsprachen zu sprechen,
      • das Wesentliche nicht aus den Augen verlieren,
      • gute Dokumentation
    4. Gefahren / Threat

      • Überblick verlieren,
      • Zu beschäftigt zu Hause zu sein, um sich mehr für das Projekt engagieren zu können
      • Das Ziel vor lauter Angeboten nicht mehr zu sehen,
      • alles in letzter Minute zu machen,
      • sehr beschäftigt zu Hause zu sein,
      • wenig Dokumentation.
  6. Pläne

    Lettland: Bewusstsein – Gesundheit – Soziales: Theorie und Praxis
    Polen: Kultur und Soziales Leben, Gesundheit, Sprachen
    Deutschland: Grundtvig 3-Kurse 2008-2009, „Silver Summer School“

Protokoll: Katharina Schönberger-Münch

Die Partner:

Gefördert durch:

Sokrates Grundtvig